Schmerztherapie

In Deutschland gibt es derzeit rund 13 Mio. chronisch Schmerzkranke. Dies sind Menschen, die vorwiegend an Schmerzen leiden und nicht an einer anderen Krankheit oder der Ursache der Schmerzen. Hierzu gehören vor allem Kopf- und Rückenschmerzpatienten. Tumorschmerzen nehmen nur einen verhältnismäßig kleinen Teil (weniger als 10%) ein. Die Schmerztherapie ist noch ein relativ junges Teilgebiet der Medizin. So ist auch die Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie für Fachärzte verschiedener Richtungen erst seit 1998 in Baden-Württemberg als einem der ersten Bundesländer zugelassen.


Schmerztherapie ist eine fachübergreifende Disziplin ("interdisziplinär"), weshalb der Kontakt zu den Haus- und Fachärzten eine Grundvoraussetzung darstellt. Es finden deshalb monatlich sog. Schmerzkonferenzen statt, in denen sich mehrere Fachärzte Schmerztherapeuten, Psychologen und Krankengymnasten über ausgewählte Patienten unterhalten und versuchen, ein ganzheitliches Therapiekonzept zu entwickeln. Ganz wichtig ist darum auch eine vielfältige Therapie, u.U. nicht nur bei einem Arzt oder Therapeuten. Entspannungsmethoden gehören genauso dazu wie Naturheilverfahren, Selbsthilfegruppen, Nervenblockaden und geeignete Medikamente, und vieles mehr.


Der Schmerztherapeut kann davon selbstverständlich nicht alles alleine übernehmen. Er kann aber mit Ihnen zusammen ein geeignetes, auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept entwickeln.


Schmerzkonferenzen finden monatlich am 4. Mittwoch im Klinikum Villingen-Schwenningen statt (siehe "Veranstaltungen).